Erkennen Sie diese Brutkrankheit? Erklären Sie, was Sie sehen.
- Röhrchenbrut im Zusammenhang mit der Wachsmotte.
- Gesundes Volk mit regelmässiger Brut.
- Sauerbrut, bakterielle Brutkrankheit.
- Kalkbrut, pilzliche Brutkrankheit.
- Amerikanische Faulbrut, bakterielle Brutkrankheit.
- Flügeldeformationsvirus: DWV.
- Nosemose, die vor allem die adulten Bienen befällt.
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Richtige Antwort: 3.
Sauerbrut, bakterielle Brutkrankheit.
Warum?
Die Sauerbrut ist eine bakterielle Brutkrankheit, die durch Melissococcus plutonius verursacht wird. Sie befällt vor allem die jungen Larven, oft vor der Verdeckelung.
Auf dem erwarteten Bild sind die hinweisenden Zeichen ein lückenhaftes Brutnest, schlaffe Larven, die gelblich bis bräunlich werden, und kranke oder tote Larven, die in anormalen Positionen in den Zellen liegen.
Die Zündholzprobe kann eine zähflüssige, aber wenig oder nicht fadenziehende Masse zeigen, in der Regel über weniger als 1 cm. Ein saurer, säuerlicher oder unangenehmer Geruch kann ebenfalls vorhanden sein, ohne für sich allein zu genügen, um die Diagnose zu stellen.
Was man verstehen muss
Die Sauerbrut kann unauffällig bleiben, solange die Bienen die befallenen Larven rasch entfernen. Die Symptome werden sichtbar, wenn der Infektionsdruck zunimmt oder wenn das Putzverhalten nicht mehr ausreicht.
Die Differentialdiagnose ist wesentlich. Ein lückenhaftes Brutnest oder tote Larven genügen für sich allein nicht: Man muss die Sauerbrut von der Amerikanischen Faulbrut, von der Kalkbrut und von anderen Störungen der Brut unterscheiden.
In der Schweiz muss ein Verdacht auf Sauerbrut dem Bieneninspektor oder der Bieneninspektorin rasch gemeldet werden. Vor fachkundigem Rat muss man es vermeiden, verdächtige Waben, Völker oder Materialien zu verbringen.
Zum Merken
Die wichtigen Zeichen sind das lückenhafte Brutnest, schlaffe, gelbliche bis bräunliche Larven, anormale Larvenpositionen und eine bei der Zündholzprobe wenig fadenziehende Masse.
Die adulten Bienen können zur Verbreitung des Erregers beitragen, auch wenn die sichtbaren Symptome vor allem die Brut betreffen.
Die richtige Reaktion besteht darin, die Eingriffe zu begrenzen, nichts zu verbringen und rasch fachkundigen Rat einzuholen.
Weiterführende Informationen
► Merkblatt: 2 Krankheiten und Schädlinge

