Erkennen Sie diese Brutkrankheit? Erklären Sie, was Sie sehen.
- Kalkbrut, pilzliche Brutkrankheit.
- Amerikanische Faulbrut, bakterielle Brutkrankheit.
- Gesundes Volk mit regelmässiger Brut.
- Röhrchenbrut im Zusammenhang mit der Wachsmotte.
- Nosemose, die vor allem die adulten Bienen befällt.
- Flügeldeformationsvirus: DWV.
- Sauerbrut, bakterielle Brutkrankheit.
Antwort anzeigen
Richtige Antwort: 7.
Sauerbrut, bakterielle Brutkrankheit.
Warum?
Die Sauerbrut ist eine bakterielle Brutkrankheit, die durch Melissococcus plutonius verursacht wird. Sie befällt vor allem die Larven, oft vor der Verdeckelung.
Auf dem erwarteten Bild sind die hinweisenden Zeichen ein lückenhaftes Brutnest, schlaffe, gelbliche bis bräunliche Larven und tote Larven, die in anormalen Positionen in den Zellen liegen.
Die Larvenmasse kann zähflüssig sein, ist aber bei der Zündholzprobe in der Regel wenig oder nicht fadenziehend, im Gegensatz zu dem, was man oft bei der Amerikanischen Faulbrut beobachtet.
Was man verstehen muss
Die Sauerbrut kann wenig sichtbar bleiben, solange das Volk die kranken Larven rasch entfernt. Die Symptome werden deutlicher, wenn der Infektionsdruck zunimmt oder wenn das Putzverhalten nicht mehr ausreicht.
Die Differentialdiagnose ist wichtig. Tote Larven oder ein lückenhaftes Brutnest genügen für sich allein nicht: Man muss die Sauerbrut von der Amerikanischen Faulbrut, von der Kalkbrut und von anderen Störungen der Brut unterscheiden.
Bei Verdacht sollte der Imker oder die Imkerin keine verdächtigen Waben, Völker oder Materialien verbringen. Man muss den Bieneninspektor oder die Bieneninspektorin kontaktieren, um die Situation zu beurteilen.
Zum Merken
Die Sauerbrut ist eine ansteckende bakterielle Brutkrankheit. Sie muss bereits im Verdachtsstadium ernst genommen werden.
Die wichtigen Zeichen sind das lückenhafte Brutnest, schlaffe und verfärbte Larven, anormale Larvenpositionen, manchmal ein säuerlicher Geruch und Rückstände, die sich leichter lösen als bei der Amerikanischen Faulbrut.
Die richtige Reaktion besteht darin, die Eingriffe zu begrenzen, nichts zu verbringen und rasch fachkundigen Rat einzuholen.
Weiterführende Informationen
► Merkblatt: 2 Krankheiten und Schädlinge

