Erkennen Sie diese Brutkrankheit? Erklären Sie, was Sie sehen.
- Röhrchenbrut im Zusammenhang mit der Wachsmotte.
- Sauerbrut, bakterielle Brutkrankheit.
- Kalkbrut pilzlichen Ursprungs.
- Gesundes Volk mit regelmässiger Brut.
- Flügeldeformationsvirus: DWV.
- Amerikanische Faulbrut, bakterielle Brutkrankheit.
- Nosemose, die vor allem die adulten Bienen befällt.
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Richtige Antwort: 6.
Amerikanische Faulbrut, bakterielle Brutkrankheit.
Warum?
Die Amerikanische Faulbrut ist eine hochansteckende bakterielle Brutkrankheit, die durch Paenibacillus larvae verursacht wird. Sie befällt die Bienenlarven und kann wenig sichtbar bleiben, solange die Arbeiterinnen die kranke Brut wirksam entfernen.
Auf dem erwarteten Bild sind die zu suchenden Zeichen vor allem ein lückenhaftes Brutnest, dunkle, eingefallene, eingesunkene oder durchlöcherte Zelldeckel sowie Zellen, aus denen die Bienen nicht normal schlüpfen.
Wenn die Krankheit fortgeschritten ist, kann die Zündholzprobe eine bräunliche, fadenziehende Masse unter dem Zelldeckel zeigen. Dunkelbraune bis schwarze, flache und stark am Boden oder am unteren Rand der Zellen haftende Schorfe sind ebenfalls ein wichtiges Zeichen.
Was man verstehen muss
Die Amerikanische Faulbrut ist eine meldepflichtige Tierseuche. Bei Verdacht dürfen keine Waben, Völker, Rähmchen oder Materialien verbracht werden, bevor der Bieneninspektor oder die Bieneninspektorin kontaktiert wurde.
Die Unterscheidung von der Sauerbrut ist wesentlich. Bei der Amerikanischen Faulbrut sterben die Larven oft nach der Verdeckelung, die Zelldeckel werden dunkel und eingefallen, die Masse kann deutlich fadenziehend sein, und die Schorfe bleiben stark an der Zelle haftend.
Ein starkes Volk kann die Symptome durch sein Hygieneverhalten vorübergehend verdecken. Das Fehlen spektakulärer Zeichen genügt daher nicht immer, um ein gesundheitliches Problem auszuschliessen, vor allem wenn die Brut unregelmässig oder verdächtig wird.
Zum Merken
Die Amerikanische Faulbrut ist eine schwere bakterielle Brutkrankheit. Sie muss bereits im Verdachtsstadium ernst genommen werden.
Die Warnzeichen sind das lückenhafte Brutnest, dunkle, durchlöcherte oder eingesunkene Zelldeckel, eine fadenziehende Larvenmasse und dunkle, haftende Schorfe.
Die richtige Reaktion besteht nicht darin, allein einzugreifen, sondern die Situation zu sichern: Eingriffe begrenzen, nichts verbringen und rasch das Bieneninspektorat kontaktieren.
Weiterführende Informationen
► Merkblatt: 2.1 Amerikanische Faulbrut
► Merkblatt: 2 Krankheiten und Schädlinge

