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Welche Krankheit (A3)?

Erkennen Sie diese Brutkrankheit? Erklären Sie, was Sie sehen.

  1. Röhrchenbrut im Zusammenhang mit der Wachsmotte.
  2. Kalkbrut pilzlichen Ursprungs.
  3. Amerikanische Faulbrut, bakterielle Brutkrankheit.
  4. Gesundes Volk mit regelmässiger Brut.
  5. Sauerbrut, bakterielle Brutkrankheit.
  6. Flügeldeformationsvirus: DWV.
  7. Nosemose, die vor allem die adulten Bienen befällt.

Richtige Antwort: 5.
Sauerbrut, bakterielle Brutkrankheit.

Warum?

Die Sauerbrut ist eine bakterielle Brutkrankheit, die durch Melissococcus plutonius verursacht wird. Sie befällt hauptsächlich die Larven, oft vor der Verdeckelung.

Im Feld beobachtet man typischerweise ein lückenhaftes Brutnest, Larven, die ihr perlmuttartiges Aussehen verlieren, gelblich bis bräunlich werden, sich erweichen und sich in anormalen Positionen in den Zellen befinden können.

Der Geruch kann säuerlich oder unangenehm sein, ist aber für sich allein kein hinreichendes Kriterium. Die Diagnose beruht auf dem Gesamtbild und im Zweifelsfall auf der Beurteilung durch das Bieneninspektorat.

 

Was man verstehen muss

Die Sauerbrut kann unauffällig bleiben, solange die Bienen die befallenen Larven rasch entfernen. Die Symptome werden sichtbar, wenn der Infektionsdruck zunimmt oder wenn das Putzverhalten nicht mehr ausreicht.

Sie unterscheidet sich von der Amerikanischen Faulbrut durch mehrere Anhaltspunkte: Die befallenen Larven sterben oft vor der Verdeckelung, die Masse ist bei der Zündholzprobe in der Regel wenig oder nicht fadenziehend, und die eingetrockneten Rückstände lösen sich leichter von der Zelle.

In der Schweiz muss ein Faulbrutverdacht ernst genommen werden. Der Imker oder die Imkerin sollte keine verdächtigen Waben, Völker oder Materialien verbringen, bevor fachkundiger Rat eingeholt wurde.

 

Zum Merken

Die Sauerbrut ist eine ansteckende bakterielle Brutkrankheit. Sie wird nicht anhand eines einzelnen isolierten Zeichens beurteilt, sondern anhand einer Gesamtheit von Beobachtungen der Brut und des Volkes.

Warnsignale sind namentlich ein lückenhaftes Brutnest, schlaffe, gelbliche oder bräunliche Larven, anormale Larvenpositionen und manchmal ein verdächtiger Geruch.

Im Zweifelsfall ist der richtige Reflex, den Bieneninspektor oder die Bieneninspektorin zu kontaktieren, statt allein einzugreifen oder Material zu verbringen.

 

Weiterführende Informationen

Merkblatt: 2.2 Sauerbrut

Merkblatt: 2 Krankheiten und Schädlinge

Merkblatt-Poster: Wie man Krankheiten erkennt

Merkblatt: 4.1 Hygiene

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