Verbraucht eine Wintertraube von etwa 2 kg Bienen bei 2 °C mehr oder weniger Energie als bei 15 °C in der Beute?
- Sie verbraucht etwa gleich viel Energie, da die Traube den Temperaturrückgang stets ausgleicht.
- Sie verbraucht bei 2 °C mehr Energie, da jeder Temperaturrückgang den Bedarf zwangsläufig erhöht.
- Sie verbraucht bei 2 °C weniger Energie, da eine starke Traube dann gut zusammengezogen bleibt.
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Richtige Antwort: 3.
Sie verbraucht bei 2 °C weniger Energie, da eine starke Traube dann gut zusammengezogen bleibt.
Warum?
Für eine starke Wintertraube von etwa 2 kg Bienen kann der Verbrauch bei 2 °C geringer sein als bei 15 °C. Dieses Ergebnis erscheint kontraintuitiv, erklärt sich aber durch die Struktur der Traube.
Wenn es kalt ist, zieht sich die Traube zusammen. Die Bienen verringern so die Austauschfläche mit der umgebenden Luft und begrenzen die Wärmeverluste.
Bei einer gemässigteren Temperatur, etwa 15 °C, kann sich die Traube lockern oder teilweise auflösen. Die insgesamt exponierte Fläche nimmt dann zu, was die Wärmeverluste und damit den Energieverbrauch erhöhen kann.
Was man verstehen sollte
Die Wintertraube ist kein einfacher „beheizter Block“. Sie ist eine lebende Struktur, die sich zusammenzieht, lockert und ihre Wärmeverluste je nach Temperatur, Grösse des Volkes und physiologischem Zustand der Bienen reguliert.
Der Effekt ist nicht bei allen Völkern gleich. Eine kleine Traube verliert verhältnismässig mehr Wärme als eine grosse, da ihr Verhältnis von Oberfläche zu Volumen ungünstig ist. Sie kann daher mehr verbrauchen und in kalter Zeit anfälliger sein.
Für eine starke Traube kann mässige Kälte eine kompakte und sparsame Traube erhalten. Umgekehrt kann eine mildere Temperatur in der Beute eine weniger kompakte Traube begünstigen, die mitunter mehr Energie kostet.
Zum Merken
Für eine starke Traube von etwa 2 kg kann der Verbrauch bei 2 °C niedriger sein als bei 15 °C.
Der Hauptgrund ist das Zusammenziehen der Traube, das die Wärmeverluste verringert.
Dieser Richtwert darf nicht auf kleine Völker verallgemeinert werden: Eine zu schwache Traube verliert leichter ihre Wärme und überwintert mit höheren Risiken.
Zur Vertiefung
► Sinn und Unsinn der Wärmedämmung der Beuten

