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Evidenz für den Schlaf bei der Honigbiene?

Welches Element lieferte die ersten objektiven wissenschaftlichen Belege für den Schlaf bei der Honigbiene?

  1. Die direkte Beobachtung reglos auf Blüten verharrender Bienen während der Nacht.
  2. Elektromyografische Aufzeichnungen, die unterschiedliche Niveaus der Muskelaktivität zeigten.
  3. Die Analyse des Rückgangs der Thoraxtemperatur mittels Infrarot-Thermografie.
  4. Die Untersuchung der Königinnenpheromone und ihrer beruhigenden Wirkung auf die Arbeiterinnen.

Richtige Antwort: 2.
Elektromyografische Aufzeichnungen, die unterschiedliche Niveaus der Muskelaktivität zeigten.

Warum?

Die ersten objektiven Belege für den Schlaf bei der Honigbiene wurden durch physiologische Messungen erbracht, insbesondere durch elektromyografische Aufzeichnungen. Diese Messungen ermöglichten es, mehrere Niveaus der Muskelaktivität zu unterscheiden, von der blossen Ruhe bis hin zu einem Zustand tieferen Schlafs.

Dieser Ansatz war wichtig, denn eine reglose Biene schläft nicht zwangsläufig. Um von Schlaf zu sprechen, muss ein organisierter, wiederkehrender Zustand nachgewiesen werden, der mit einer verringerten Aktivität und veränderten Reaktionen auf Reize einhergeht.

 

Was man verstehen muss

Bei der Biene ist der Schlaf nicht einfach ein Fehlen von Bewegung. Er entspricht einem strukturierten physiologischen Zustand mit charakteristischen Körperhaltungen, verringerter Aktivität und Phasen, die je nach Alter, Rolle im Volk und Zeitpunkt im Tag-Nacht-Zyklus variieren.

Verhaltensbeobachtungen wie reglose Antennen oder eine Ruhehaltung sind im Feld nützlich. Doch wissenschaftlich belastbar werden sie erst, wenn sie mit objektiven Messungen der Muskel- oder Nervenaktivität verknüpft werden.

 

Zum Merken

Die richtige Antwort ist also die Elektromyografie: Sie ermöglichte den Übergang von einer blossen Beobachtung der Ruhe zu einem physiologischen Nachweis des Schlafs bei Apis mellifera.

Für den Imker oder die Imkerin erinnert diese Entdeckung daran, dass das Volk nicht durchgehend gleichförmig aktiv ist. Selbst in einer hoch organisierten Gesellschaft wechseln die einzelnen Tiere zwischen Aktivität, Ruhe und Schlaf.

 

Zum Vertiefen

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