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Die Rosskastanie kommuniziert

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Die majestätische Rosskastanie blüht im April–Mai und bietet den Bienen vor allem Pollen. Welcher Hinweis hilft den Bienen, die noch nicht bestäubten Blüten zu erkennen?

  1. Die Blüte gibt ein langanhaltendes Pheromon ab, das die bereits angeflogenen Bienen anlockt.
  2. Der Pollen enthält ein süchtig machendes Molekül, das die Flugbienen zur Rückkehr zwingt.
  3. Nach der Bestäubung ändern die Blüten ihre Farbe.

Richtige Antwort: 3.
Nach der Bestäubung ändern die Blüten ihre Farbe.

Warum?

Bei der Rosskastanie tragen die nicht bestäubten Blüten in der Regel einen gut sichtbaren gelben Fleck. Nach der Bestäubung verfärbt sich dieser Fleck ins Rosa oder Rot.

Für die Biene wirkt diese Farbänderung wie ein floraler Wegweiser. Blüten mit einem gelben Fleck sind lohnender zu besuchen, denn sie zeigen eine Blüte an, die für das Sammeln und für die Bestäubung noch nützlich ist.

Da Bienen Rot schlecht wahrnehmen, werden die bereits bestäubten Blüten weniger attraktiv. Die Flugbiene spart so Zeit und Energie, während der Baum die Effizienz seiner Bestäubung erhöht.

 

Was man verstehen sollte

Es handelt sich um ein elegantes Beispiel für die Kommunikation zwischen Pflanze und Bestäuber. Die Rosskastanie „spricht“ nicht mit den Bienen, sondern liefert ihnen ein nutzbares visuelles Signal.

Die Bienen nutzen zahlreiche Hinweise, um Blüten auszuwählen: Farbe, Geruch, Form, Wärme, Verfügbarkeit von Nektar oder Pollen und manchmal Duftmarken, die andere Flugbienen hinterlassen haben.

In diesem konkreten Fall ist der wichtigste Hinweis weder ein von der Blüte abgegebenes Pheromon noch eine süchtig machende Substanz im Pollen, sondern die Farbänderung des Blütenzentrums nach der Bestäubung.

 

Zum Merken

Bei der Rosskastanie weist ein gelber Fleck oft auf eine für die Bienen noch interessante Blüte hin.

Nach der Bestäubung wird dieser Fleck rosa oder rot, was die Blüte für die Flugbienen weniger attraktiv macht.

Dieser Mechanismus verbessert die Effizienz des Sammelns und der Bestäubung: Die Biene meidet die bereits besuchten Blüten, und die Pflanze lenkt die Bestäuber zu den noch verfügbaren Blüten.

 

Zur Vertiefung

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