Merkblatt: 4.8.3 Räuberei
Räuberei ist ein unerwünschtes Verhalten, bei dem Bienenvölker fremde Völker ausrauben und dadurch erhebliche Schäden verursachen können. Sie tritt häufig bei Trachtmangel oder im Zusammenhang mit imkerlichen Eingriffen auf. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 4.8.3 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Offizielles Merkblatt – Kurzfassung
Merkblatt: 4.8.3 Räuberei
- Definition: Räuberei bezeichnet das Eindringen von Bienen fremder Völker, um Futterreserven zu stehlen.
- Begünstigende Faktoren:
- Trachtlosigkeit oder Trachtlücken.
- Offene Futterquellen oder verschüttetes Futter.
- Zu grosse Fluglochöffnungen, insbesondere bei schwachen Völkern.
- Anzeichen:
- Unruhiger, hektischer Flugbetrieb vor der Beute.
- Kämpfende Bienen am Flugloch.
- Abgerissene Wachsteile und tote Bienen.
- Vorbeugung:
- Fluglöcher rechtzeitig verengen.
- Sauberes Arbeiten ohne offene Futterquellen.
- Fütterung möglichst abends durchführen.
- Hinweis:
- Einmal ausgelöste Räuberei ist schwer zu stoppen und muss frühzeitig verhindert werden.
► PDF des offiziellen Merkblatts (DE)
► Zur offiziellen Merkblatt-Übersicht (bienen.ch)
Hinweis: Abschnitt Betrieb & Organisation → 4.8.3 „Räuberei“.
Zusammenfassung auf Basis des Merkblatts 4.8.3. Letzte Prüfung: 01/2026.
Mehr erfahren:
- Merkblatt: 4.2 Fütterung
- Merkblatt: 3.2 Trachtlücken
- Merkblatt: 4.8.1 Beobachtung am Flugloch
- Grundsätze der Bienenfütterung


