Merkblatt: 1.6.2 Bannwabenverfahren
Das Bannwabenverfahren ist eine biotechnische Methode zur Varroabekämpfung, bei der die Eiablage der Königin gezielt auf bestimmte Brutwaben gelenkt wird. Dadurch kann die Brut und damit ein grosser Teil der Varroamilben kontrolliert entfernt werden. Die folgenden Hinweise basieren auf dem offiziellen Merkblatt 1.6.2 des Schweizerischen Bienengesundheitsdienstes.
Offizielles Merkblatt (BGD / SSA) – Kurzfassung
Merkblatt: 1.6.2 Bannwabenverfahren
- Definition: Das Bannwabenverfahren ist eine biotechnische Massnahme, bei der die Königin zeitlich begrenzt auf eine oder mehrere definierte Brutwaben beschränkt wird.
- Ziel: Reduktion der Varroabelastung durch gezielte Entnahme der bebrüteten Bannwaben.
- Voraussetzungen:
- Ausreichend starkes und gesundes Volk.
- Sicheres Auffinden und Umsetzen der Königin.
- Konsequente Einhaltung des zeitlichen Ablaufs.
- Wirkung:
- Konzentration der Brut und der Varroamilben auf wenige Waben.
- Deutliche Reduktion der Varroapopulation nach Entnahme der Bannwaben.
- Vorgehen:
- Einsetzen der Königin in den Bannwabenrahmen gemäss Merkblatt.
- Regelmässiger Wechsel und Entnahme der vollständig verdeckelten Bannwaben.
- Ersatz der entnommenen Waben durch Leer- oder Mittelwände.
- Wichtiger Hinweis:
- Fehler im Zeitplan können die Wirksamkeit deutlich reduzieren.
► PDF des offiziellen Merkblatts (DE)
► Zur offiziellen Merkblatt-Übersicht (bienen.ch)
Hinweis: Abschnitt Biotechnische Massnahmen → 1.6.2 „Bannwabenverfahren“.
Zusammenfassung auf Basis des Merkblatts 1.6.2. Letzte Prüfung: 01/2026.
Mehr erfahren:
- Merkblatt 1.6.1 Brutstopp
- Brutstopp zur Varroabekämpfung
- Sommerliche Brutunterbrechung zur Varroabekämpfung
- Merkblatt 1.6.4 Totaler Brutentzug (TBE)


