Juli am Bienenstand
Der Juli ist ein entscheidender Monat im Bienenhstand. Zwischen der Honigernte, der ersten Sommerbehandlung, der Gründung junger Völker und der schrittweisen Vorbereitung auf die Überwinterung muss der Imker bereits weit über den Honig dieser Saison hinausdenken. Dieser Monat erfordert daher besonnene, gut organisierte Entscheidungen, die unmittelbar mit der Gesundheit der Völker im Herbst und Winter zusammenhängen.
1. Die Prioritäten des Monats
- Den Erntezeitpunkt in Abhängigkeit von der Honigqualität und dem Gesundheitskalender festlegen.
- Den Varroabefallsdruck messen und die erste Sommerbehandlung nicht verzögern.
- Nach der Ernte rasch erstes Füttern und Sommerbehandlung aneinanderreihen.
- Jungvölker konsolidieren und nur wirklich lebensfähige Einheiten behalten.
- Die Winterfütterung jetzt planen, ohne das Brutnest zu früh zu blockieren.
2. Juli am Bienenstand : Der Leitgedanke des Monats
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Ziel |
Seit der Sommersonnenwende verändert sich die Volksdynamik zunehmend : Die Eilage nimmt ab, die Trachtquellen werden unregelmässiger, das Schwarmbedürfnis tritt in den Hintergrund, und Räuberei kann problematischer werden.
Die Völker mögen noch stark und produktiv wirken, doch die Logik des Monats entspricht nicht mehr jener des Juni. Der Juli zwingt zum Wechsel von einer Expansionslogik zu einer Entscheidungslogik : den Erntezeitpunkt festlegen, die Honigschleuderraum vorbereiten, den Varroabefallsdruck kontrollieren, die erste Sommerbehandlung durchführen und Jungvölker konsolidieren.
Ein Bienenstand in der Ebene, an einem Hang oder im Gebirge folgt nicht zwingend demselben Rhythmus. Entscheidungen sollten daher nicht allein durch das Datum bestimmt werden, sondern durch die Beobachtung der Völker, der Witterung und der tatsächlich verfügbaren Ressourcen.
Im Juli ist es oft klüger, auf einige Kilogramm Honig zu verzichten, als eine entscheidende Sommerbehandlung für die Gesundheit der künftigen Winterbienen zu verzögern.
Weiterführende Informationen
- Völkerführung: Betriebskonzept
- Merkblatt: 4.12 Dynamische Völkerführung
- Gute Praxis beim Völkerbesuch
3. Vorrangige Arbeiten des Monats
3.1 Ernte : Den richtigen Zeitpunkt wählen und die Qualität sichern
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Ziel |
Worauf zu achten ist
Die Wetterprognosen, die Trachtentwicklung, der gewählte Zeitpunkt für die Sommerbehandlung, das Gewicht der Beuten oder die Stockwaage, die tatsächliche Honigreife und der Wassergehalt.
Konkrete Massnahmen
Die Honigzargen abnehmen und die Bienen entfernen, beispielsweise über eine Bienenflucht, mit der Bürste oder durch Abschütteln der Rähmchen. Ruhig und sauber arbeiten und Räuberei vermeiden. Die Honigschleuderanlage sorgfältig vorbereiten : Sauberkeit des Raums, Hygiene des Materials, Organisation der Entdeckelung, der Zentrifugierung und der Abfüllung. Schleudern, filtern und den Honig anschliessend absetzen lassen. Den Wassergehalt mit dem Refraktometer kontrollieren. In Gläser abfüllen, etikettieren und unter guten Bedingungen lagern.
Wichtige Hinweise
Wenn die Wetterprognosen Kälte oder eine anhaltende Verschlechterung ankündigen, ist es oft sinnlos, noch auf nennenswerte Trachteinträge zu hoffen. In bestimmten Lagen, insbesondere in der Höhe, kann die Trachtsituation jedoch länger aktiv bleiben. Der Zeitpunkt der Zargenabnahme hängt daher von der Witterung, der Trachtentwicklung und dem gewählten Termin für die Sommerbehandlung ab. Abwarten bedeutet nicht immer Gewinn.
Bei der Entdeckelung verdient das Abdeckelungswachs besondere Aufmerksamkeit : Es ist ein besonders hochwertiges Wachs und eignet sich hervorragend für den eigenen Wachskreislauf. Die Schleuderdrehzahl, die Raumtemperatur und die Art des Extraktors beeinflussen den Arbeitskomfort und die Schonung der Rähmchen. Der Honigreifebehälter dient vor allem dem Absetzen des Honigs und dem Aufsteigen von Verunreinigungen an die Oberfläche.
Der Wassergehalt muss mit dem Refraktometer geprüft werden : maximal 18,5 % für einen Honig, der dem Qualitätsstandard von apisuisse entspricht. Ein zu feuchter Honig weist ein erhöhtes Gärungsrisiko auf. Ist der Wert zu hoch, sollte die Abfüllung aufgeschoben und geeignete Massnahmen ergriffen werden, anstatt einen instabilen Honig abzufüllen. Schliesslich lohnt es sich, auf die Kristallisationsgeschwindigkeit zu achten und bei dazu neigenden Honigen nicht zu lange zu warten.
Weiterführende Informationen
3.2 Nach der Ernte : Erste Fütterung und erste Sommerbehandlung
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Ziel |
Worauf zu achten ist
Der tatsächliche Erntezeitpunkt, das Vorhandensein von unverdeckeltem Futter im Volk, das Räubereirisiko, die gewählte Behandlungsmethode und – bei Ameisensäure – die Temperaturen zum Zeitpunkt der Anwendung.
Konkrete Massnahmen
Nach der Ernte zunächst eine erste Futtergabe verabreichen, damit die Völker über unverdeckeltes Futter verfügen. Diese erste Fütterung bleibt moderat – etwa 2 bis 4 Liter Sirup – und sollte vorzugsweise abends erfolgen. Anschliessend folgt unmittelbar der erste Schritt der Sommerbehandlung. Zwei grundlegende Wege stehen zur Wahl : eine Methode mit Ameisensäure oder eine Methode mit Oxalsäure bei brutfreiem Zustand nach einer Brutpause oder einem Brutstopp.
Wichtige Hinweise
Es geht noch nicht darum, alle Wintervorräte anzulegen, sondern gute Voraussetzungen für den weiteren Verlauf zu schaffen. Bei einer Methode mit Oxalsäure im brutfreien Zustand sind mindestens drei Wochen Vorbereitung vor der eigentlichen Behandlung erforderlich. Bei Ameisensäure wird die Temperatur zum kritischen Faktor. Je nach Dispenser oder Produkt ist der optimale Temperaturbereich nicht genau gleich, doch um 30 °C wird die Lage heikel, und bestimmte Methoden sollten oberhalb dieser Schwelle nicht mehr angewendet werden. Die jeweiligen Merkblätter müssen daher vor der Anwendung konsultiert werden. Nach der Ernte gilt also : kurz füttern, dann ohne unnötigen Aufschub behandeln, um den Schutz der künftigen Winterbienen zu sichern.
Weiterführende Informationen
- Merkblatt: 1.2 Übersicht der Sommerbehandlungsmethoden
- Varroabekämpfung: Die sommerliche Brutunterbrechung
- Varroa: Der Brutstopp
3.3 Sommer-Jungvölker bilden und Jungvölker konsolidieren
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Ziel |
Worauf zu achten ist
Die tatsächliche Qualität der Jungvölker, ihre Volksstärke, das Vorhandensein einer Königin, ihre Fähigkeit zu bauen, regelmässig gefüttert zu werden und sich zu echten Reserveeinheiten zu entwickeln – statt zu schwachen Völkern zu bleiben.
Konkrete Massnahmen
Sommer-Jungvölker bilden, insbesondere mit den Bienen aus den Honigzargen, sofern sie anschliessend gut geführt werden können. Ein im Sommer gebildetes Jungvolk muss über Bienen, eine Königin, Wachs zum Bauen, eine regelmässige Fütterung und eine kontinuierliche Pflege verfügen. Wenn möglich einige Reserveköniginnen oder gute Begattungseinheiten zurückhalten, um im Frühjahr ein verwaistes oder enttäuschendes Volk ersetzen zu können.
Wichtige Hinweise
Das Ziel ist nicht einfach die Vermehrung, sondern die Bildung entwicklungsfähiger Völker, die ordentlich gefüttert werden können und zu echten Reserveeinheiten heranwachsen. Es ist oft sinnvoll, etwa 20 bis 30 % mehr Jungvölker einzuplanen als die angestrebte Zahl der Wirtschaftsvölker im Frühjahr. Bei angestrebten 10 Wirtschaftsvölkern im Frühjahr bedeutet das beispielsweise, insgesamt etwa 12 bis 13 Einheiten zu überwintern – also 2 bis 3 zusätzliche Reservejungvölker.
Diese Reserve ist nützlich, da sich nicht alle Einheiten gleich entwickeln. Sie ermöglicht es, allfällige Überwinterungsverluste auszugleichen, im Frühjahr zu schwache Völker zu ersetzen und einen Handlungsspielraum zu behalten. Ein Bienenstand, der genau die gewünschte Anzahl Völker überwintert, gerät nach einem schwierigen Winter rasch in Bedrängnis.
Es geht nicht darum, beliebige Jungvölker zu überwintern. Zu schwache oder unzulängliche Einheiten werden oft besser im Herbst vereint als unter Risiko weitergeführt. Besser auf ausreichend starke Reservevölker mit genug Bienen und Futter setzen, als auf fragile Einheiten, die viel Arbeit bei geringen Erfolgsaussichten erfordern. In kleinen Bienenständen ist diese Reservelogik noch wichtiger. Bei nur 3 oder 4 Völkern stellt der Verlust eines einzigen bereits einen bedeutenden Teil des Bestands dar. In diesem Fall kann die Überwinterung von 1 oder 2 zusätzlichen Jungvölkern wertvolle Sicherheit bieten – vorausgesetzt, sie sind stark genug.
Jungvölker sind bei der Varroaüberwachung keine Ausnahme : Ein relativ hoher Befallsdruck kann ihre Entwicklung rasch gefährden, gerade weil ihre Volksstärke noch begrenzt ist. Im Juli gilt daher : lieber wenige gut geführte Jungvölker als mehrere zu schwache Einheiten.
Weiterführende Informationen
- Sommer-Jungvölker aus Zargenbienen
- Jungvolkbildung
- Merkblatt: 1.6.5 Varroabehandlung in Ablegerkasten
4. Gesundheit der Bienen
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Ziel |
Die beste Prävention sind starke und gesunde Völker
Es ist nicht nötig, alle Krankheiten zu kennen. Entscheidend ist, ein gesundes Volk zu erkennen und dann wahrzunehmen, was davon abweicht. Im Zweifelsfall ist es besser, rasch Hilfe zu holen und den Bieneninspektor oder die Bieneninspektorin zu kontaktieren.
Hilfreiches Merkblatt: 4.7.3. Gesunde Völker erkennen
Varroa
Worauf zu achten ist
Der natürliche Milbenfall, die Brutsituation und die allgemeine Volksentwicklung. Ein noch starkes und produktives Volk kann bereits eine hohe Varroabelastung tragen, ohne dass dies mit blossem Auge erkennbar ist.
Konkrete Massnahmen
Den Varroabefallsdruck messen statt auf einen Sichteindruck zu vertrauen. Beispielsweise den natürlichen Milbenfall als Diagnosebasis verwenden. Anschliessend die weiteren Massnahmen ohne Verzug entscheiden.
Wichtige Hinweise
Die Varroa vermehrt sich seit dem Wiederbeginn der Brut sehr rasch. Mit dem schrittweisen Rückgang der Brut wird ein wachsender Anteil der Milben phoretisch auf den adulten Bienen, und das Risiko der Virusübertragung steigt genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Qualität der künftigen Winterbienen entscheidend wird.
Die Völkerführung sollte daher nicht auf einem Sichteindruck beruhen, sondern auf einer Messung. Die zahlenmässige Diagnose verhindert blindes Vorgehen und vermeidet unnötige Verzögerungen. Im Juli geht es nicht mehr nur darum festzustellen, dass Varroa vorhanden ist : Es gilt zu verinnerlichen, dass jede Verzögerung die Sicherheitsmarge für die Aufzucht der Bienen, die überwintern müssen, verringert.
Chronisches Bienen-Paralyse-Virus (CBPV)
Im Sommer kann sich dieses Virus durch zitternde, krabbelnde und normal flugunfähige Bienen zeigen. Manche werden schwarz, glänzend und fast haarlos, was das Bild vor der Beute recht typisch macht.
Merkblatt: 2.10. Chronisches Bienen-Paralyse-Virus (CBPV)
Sackbrut-Virus (SBV)
Wenn die Brut unregelmässig wird und langgestreckte tote oder eingetrocknete Larven zu sehen sind, gehört das Sackbrut-Virus zu den möglichen Erklärungen.
Merkblatt: 2.11. Sackbrut-Virus (SBV)
Amerikanische Faulbrut und Sauerbrut
Bei vorhandener Brut sollte man auch auf Amerikanische Faulbrut und Sauerbrut achten. Ein lückiges Brutbild, auffällige Larven, eingesunkene oder perforierte Zelldeckel, ein ungewöhnlicher Geruch oder ein auffälliger Streichholztest dürfen nicht verharmlost werden.
Merkblatt: 2.1. Faulbrut / 2.2. Sauerbrut
Asiatische Hornisse
Im Juli muss die Aufmerksamkeit gegenüber der Asiatischen Hornisse eine Stufe erhöht werden : Ein Teil der Völker zieht dann in ein Sekundärnest um, das oft hoch in einem Baum hängt, und einzelne Tiere können in der Umgebung des Bienenstands auftauchen. Zu diesem Zeitpunkt genügt in der Regel noch eine aufmerksame Beobachtung bei den Besuchen, doch es empfiehlt sich, eine Fluglochvoliere oder ein gittergeschütztes Flugloch bereitzuhalten, um bei zunehmendem Druck im Spätsommer rasch reagieren zu können. Jede verdächtige Beobachtung muss unter www.asiatischehornisse.ch gemeldet werden.
Weiterführende Informationen
- Merkblatt 1.1: Varroakonzept
- Merkblatt: 1.5.1 Messung des natürlichen Milbenfalls
- Integrierte Varroabekämpfung im Jahresverlauf
5. Vorräte und aktuelle Ressourcen
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Ziel |
Worauf zu achten ist
Das tatsächliche Vorratsniveau nach der Ernte, der noch für die Eilage verfügbare Raum, die Verteilung der Vorräte im Brutnest, das Räubereirisiko und die Gesamtqualität des zu überwinternden Volkes.
Konkrete Massnahmen
Die Fütterung direkt nach der Ernte beginnen. Regelmässig und schrittweise füttern, damit die notwendigen Vorräte zwischen Mitte und Ende September vorhanden sind. Nach der Ernte flüssiges Futter zur Anlage der Vorräte verwenden. Später in der Saison konzentrierteres Futter einsetzen, um den Verdunstungsaufwand zu reduzieren. Auch das Brutnestvolumen anpassen, indem vor dem Winter leere oder wenig besetzte Rähmchen entnommen werden. Das flüssige Futter abends verabreichen, kein Futter verschütten und schwache Völker aufmerksam beobachten. Bei Bedarf die Fluglöcher verengen.
Wichtige Hinweise
Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend. Eine zu späte Fütterung belastet die Bienen am Ende der Saison unnötig und kann die Qualität der Winterbienen beeinträchtigen. Doch auch zu schnelles oder zu grosszügiges Füttern ist zu vermeiden. Wenn die Vorräte das Brutnest zu rasch füllen, kann der Königin der Platz für die Eilage der künftigen Winterbienen fehlen.
Der Gesamtvorrat allein genügt nicht. Bei einer Wirtschaftsbeute mit 10 bis 12 Rähmchen werden in der Regel etwa 16 bis 20 kg Winterfutter angestrebt, doch auch die Verteilung der Vorräte im Brutnest spielt eine Rolle. Wenige gut gefüllte Rähmchen sind für die Überwinterung günstiger als viele nur teilweise bestückte Rähmchen.
Auch die Futterart muss zur Jahreszeit passen. Bei Trachtmangel während einer Tracht verwendet man nicht einfach irgendeinen Sirup : Honigverfälschung und gesundheitliche Risiken sind zu vermeiden. Die Einwinterung beinhaltet auch die Anpassung des Brutnestvolumens. Zu viele leere Rähmchen erhöhen das Risiko, dass ein Volk den Kontakt zu seinen Vorräten verliert, obwohl in der Beute noch Futter vorhanden ist.
Schliesslich reicht Füttern allein nicht : Ein gutes Wintervolk braucht auch eine taugliche Königin, eine ausreichende Volksstärke, angemessene Vorräte und eine kontrollierte Varroabelastung. Ein zu schwaches Volk wird nicht automatisch gut, weil es Sirup bekommt ; in manchen Fällen bleibt die Vereinigung im Herbst die beste Lösung.
Weiterführende Informationen
- Merkblatt: 4.2 Fütterung
- Welchen Sirup für die Winterfütterung wählen
- Merkblatt: 4.3 Überwinterung
- Merkblatt: 4.8.3 Räuberei
6. In der Werkstatt / Organisation
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Im Juli zählt die Organisation fast ebenso viel wie die Technik. Es gilt, den Erntezeitpunkt festzulegen, die Honigschleuderanlage vorzubereiten, Entdeckelung, Schleuderung, Absetzen, Abfüllung und Lagerung zu organisieren – und dabei den Zeitplan für Fütterung und erste Sommerbehandlung im Blick zu behalten.
Die entscheidende Frage lautet nicht nur « Wie viel Honig bleibt noch zu ernten? », sondern auch « Welche Voraussetzungen schaffe ich gerade für gesunde Völker im Herbst? »
Weiterführende Informationen
7. Was jetzt nicht getan wird
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- Die Ernte nicht unnötig hinauszögern in der Hoffnung auf unsichere Trachteinsätze, wenn dies die weitere Völkerführung gefährdet.
- Varroa nicht auf Sichteindrücke hin beurteilen : Im Juli messen und handeln.
- Die erste Sommerbehandlung nicht aufschieben, während die Sicherheitsmarge für die künftigen Winterbienen schwindet.
- Nicht massiv zu früh nach der Ernte füttern und damit die Eilage im Brutnest blockieren.
- Keine schwachen Jungvölker lediglich zur Erhöhung der Einheitenzahl vermehren : Besser wenige gut geführte Jungvölker als mehrere fragile Einheiten.
Im Juli lautet die entscheidende Frage daher nicht nur « Wie viel Honig bleibt noch zu ernten? », sondern auch « Welche Voraussetzungen schaffe ich gerade für gesunde Völker im Herbst? »
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